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Meinung zu VW Up – wirklich up oder doch eher down?!
| Mobilität |
In stern.de gibt es einen interessanten Artikel zum neuen VW up. Ein Kleinstwagen, der interessant, teuer und doch nicht wirklich up ist. Sieht man die Werbung von VW kann man den Eindruck gewinnen, dass VW wirklich den Kleinstwagen neu erfunden hat, aber was ist wirklich dran an den Versprechungen der Wolfsburger?
Zuerst einmal ist der Preis mit mindestens 9850 Euro noch im Rahmen. Wenn man aber sieht, was man dafür bekommt, bzw. nicht bekommt, relativiert sich der Preis schon wieder.
Die Basisausstattung des VW Up namens "Take Up" ist nicht wirklich sehr gut ausgestattet. Keine Zentralverriegelung, keine elektrische Fensterheber, keine geteilt umklappbare Rücksitzlehne und auch weder eine Klima- noch Audioanlage.
Die Konkurrenten wie der Fiat Panda, der Kia Picanto oder der Hyundai i10 bieten deutlich mehr. Immerhin sind Servolenkung, Easy-Entry-Einstiegshilfe und Tagfahrlicht Serie. Außerdem gibt es im Up eine für diese Klasse vorbildliche Sicherheitsausrüstung mit ESP, Front- und Seitenairbags sowie eine City-Notbremse, die sich unterhalb von 30 km/h automatisch aktiviert.
Wer allerdings über 10.000 Euro für den VW Up zahlen will und sich für die zweite Ausstattungsstufe "Move Up" entscheidet, bekommt Extras wie Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, eine teilbare Rücksitzlehne und ein Handschuhfach mit Klappe in Serie. Beim Topmodell "High Up" (ab 12.450 Euro) verwandelt sich der Wagen mit 15-Zoll-Alu-Felgen, Nebelscheinwerfern, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, CD-Radio, Klimaanlage, Lederlenkrad und verschieden farbigem Armaturenträger in das trendige Stadtauto für Jung und Alt.
Preislich sieht es also nicht besonders positiv aus, für den VW up, auch wenn man von einem relativ hohen Wiederverkaufswert ausgeht. Übrigens gibt es den Polo auch schon für 12.000 Euro mit einer passablen Ausstattung.
Beim Spritverbrauch ist der VW Up kein Vorreiter. 4,7 Liter Super auf 100 Kilometern Verbrauch sollen es beim 75 PS starken Wolfsburger sein. Sogar nur 4,2 Liter beim Motor mit 60 PS. Auf der Landstraße mit viel Geradeauslauf und wenig Verkehr schafft man das auch. Eine Fahrt in Rom bringt die Wahrheit ans Licht: Bis zu neun Liter spuckt der Bordcomputer nach gut 40 Kilometern echtem Stadtverkehr mit vielen Stop-and-Go-Phasen und zugegeben flotten Beschleunigungen aus. Ähnliche Diskrepanzen erlebt man auch mit anderen Kleinstwagen. Trotzdem ist der Eindruck ernüchternd und alles andere als ein Ruhmesblatt für Volkswagen. Erkenntnis: Auch mit einem Kleinstwagen werden Cityfahrten nicht zum Dienst an der Umwelt. Wer hier sparen will, muss einen Hybrid fahren.
Auch ansonsten gibt es nicht viel positives beim VW Up. Lediglich der Notbremsassistent ist auffällig, wenn er auch nur bis 30 km/h, also nur im langsamen Stadtverkehr, funktioniert. Die Verarbeitung ist gewohnt gut beim kleinen VW.
Ob also der VW Up ein Erfolgsmodell wird, darf zumindest bezweifelt werden. Warten wir es ab.
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Kommentare
Hm...wäre schade, denn VW baut eigentlich sehr schöne Autos, gerade für Familien und Co. aber gut, es gehört zu jeder Firma dazu, dass sie mal Fehler begeht. Wobei wir das ja noch nicht wissen (können), das muss die Zeit bringen! ;)
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