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Meinung zu: Fußball-WM 2022 - Scheichs kühlen Stadion von 40˚C auf 18˚C
| Sport |
Die Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar stand schon unter einem schlechten Stern (ich habe darüber hier berichtet). Kaum war die Entscheidung gefallen und die Wogen hatten sich ob der Vergabepraktiken gelegt, wurde darüber diskutiert, wie man eine Fußball-WM bei derart hohen Temperaturen (um die 40 Grad Celsius) überhaupt durchführen kann, ohne Spieler und Publikum gesundheitlich zu gefährden.
Da wurde über einen anderen Termin als den Sommer für die Fußball-WM 2022 gesprochen, z.B. der Januar. Das aber würde aber nur wenig in puncto Temperaturen bringen und zu Terminschwierigkeiten in den meisten Landesligen führen, die im Winter regulär spielen. Andere verlangten eine Verlegung der Fußball-WM 2022 in ein anderes Land, was aber die FIFA grundsätzlich ablehnt, hatte man sich doch erst trotz der Bedenken für Katar entschieden (Geld spielt hier sicherlich auch eine nicht zu kleine Rolle). Also hat man das Problem dem Scheichtum Katar zur Bewältigung überlassen und die haben nun die ersten Pläne für die „Kühlung“ der Fußball-WM 2022 auf den Tisch gelegt.
„Wir werden die WM auf einen neuen Standard bringen“, kündigt H.E. Sheikh Saoud Bin Abdulrahman Al Thani, der Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees Katars an. Das größte Problem für die Organisatoren sei es die Stadien sowohl auf dem Spielfeld als auch auf den Zuschauerplätzen zu kühlen, um der Hitze Herr zu werden. Als Lösung sehen die WM Organisatoren Klimageräte für die Fußball-WM 2022 vor. Man will dabei die Temperatur im Stadion-Innenraum von 37 Grad auf 18-22 Grad Celsius senken. Erreicht werden soll dies mit großen Klimageräten, die am Rand der Kunststoffbahn vor den Werbebanden aufgestellt werden. Die Klimageräte sollen dabei mir Solarenergie gespeist werden.
Nach ersten Tests erreicht die kühle Luft dabei von außen bis zum Anstoßpunkt, d.h. man könnte den gesamten Rasenbereich kühlen und dadurch, dass kühle Luft schwerer als warme Luft ist, bliebe diese auch eine gewisse Zeit auf dem Platz, so dass man die Klimageräte lediglich vor dem Spiel und in der Halbzeitpause anschalten muss und während des Spiels auslassen kann.
Damit auch die Zuschauer bei der Fußball-WM 2022 nicht übermäßig ins Schwitzen kommen, befinden sich unter jedem sechsten Zuschauerplatz ebenfalls Klimageräte.
Mal ungeachtet davon, dass ich es für großen Blödsinn halte, die Fußball-WM in ein Land mit solchen klimatischen Verhältnissen zu vergeben, gibt es noch eine Sache, die mir nicht klar ist.
Ich frage mich, ob man bei den ganzen Überlegungen auch bedacht hat, dass Zuschauer und Spieler die Luft im Stadion auch in Bewegung bringen. Es wird leider nicht gesagt, ob man die Geräte bei vollem Stadion getestet hat, oder bei einem leeren. So gesehen, ist das ganze noch mit Vorsicht zu genießen, aber man hat ja noch fast 11 Jahre Zeit und Katar hat sich auch für die Leichtathletik-WM 2017 und die Olympischen Spiele 2020 beworben. Da könnte man dann schon mal für die Fußball-WM 2022 die Klimageräte testen.
Was das ganze kosten würde ist noch nicht öffentlich gemacht worden, aber in Katar, dem Land der Öl-Scheichs, sind die Kosten wohl das geringste Problem.
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