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Naturkatastrophen ohne Ende ?!
| Umwelt |

Seit Tagen folgt eine Naturkatastrophe der anderen. Gigantische Waldbrände in Russland, die Flut Katatrophe in Pakistan und die Überschwemmungen an den polnisch-tschechisch-deutschen Grenzen.
Was ist nur los ? Ist es einfach nur Sommer und damit die Zeit für die großen Naturkatastrophen oder schlägt die Natur immer stärker gegen die zunehmende Urbanisierung zurück ?
Pakistan
Das Ausmaß der Flutkatastrophe in Pakistan wird immer dramatischer. „Dieses Desaster ist schlimmer als der Tsunami, das Erdbeben in Pakistan von 2005 und das Erdbeben in Haiti“, sagte ein Sprecher des UN-Büros für die Koordination Humanitärer Angelegenheiten (OCHA).
In der indischen Himalaya-Region Ladakh, wo viele Urlauber unterwegs sind, stieg die Zahl der Hochwasseropfer auf 150. „Bislang sind 13,8 Millionen Menschen von den Überschwemmungen in Pakistan betroffen“, sagte OCHA-Sprecher Maurizio Giuliano.
Russland
Waldbrände in einem Ausmass, das man selten erlebt hat. Selbst im weit entfernten Moskau ziehen Rauchschwaden durch die Stadt, die ein "normales" Leben kaum noch möglich machen. Bei ca. 40 Grad Celsius und Schadstoffbelastungen, die bis ca. 6x höher sind als der zulässige Wert, gehören Atemschutzmasken zur normalen Ausstattung der Moskowiter. Der Chef des Moskauer Gesundheitsamtes spricht gar von einer erhöhten Todesrate in Moskau (700 Tote pro Tag statt 360-380).
Dazu kommt, dass die Feuerwalzen erneut eine Atomanlage bedrohen. Die russischen Behörden haben in der Umgebung der atomaren Wiederaufbereitungsanlage Majak bei Tscheljabinsk am Ural den Ausnahmezustand verhängt.
Polen/Tschechien/Deutschland
Hochwasser durch extreme Regenfälle, die in kürzester Zeit Flüsse über die Ufer traten lassen. Mehrere Menschen starben und tausende mussten ihre Häuser verlassen und sich in Sicherheit bringen. Dazu kommen Sachschäden in Millionenhöhe.
Das sind nur 3 Beispiele aus den letzten Tagen, aber lassen diese auf ein Ansteigen der Schäden durch Naturkatastropen schliessen und hat der Klimawandel damit zu tun ?
Der Meteorologe Peter Höppe der Müchner Rückversicherung sammelt seit Jahren Daten zur weltweit umfassendsten Datenbank zu Naturkatastrophen und den Schäden, die sie ausgelöst haben.
Seine Ergebnisse lassen einen eindeutigen Schluss zu. "Es gibt, und das muss man ganz klar sagen, keine einzige wetterbedingte Naturkatastrophe, die in den letzten Jahren passiert ist, die nicht auch ohne den Klimawandel denkbar und möglich wäre. Die Statistik allerdings verändert sich. Und das deutet natürlich schon darauf hin, dass hier der Klimawandel eine Rolle spielt. Zumal wir ja diese starken Anstiege bei Naturkatastrophen nur bei denjenigen sehen, die aus der Atmosphäre kommen, ..." ... nicht aber bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis.
Speziell für Asien, die am stärksten betroffen sind, bedeutet dies, das der Schutz unbedingt ausgebaut werden muss, sonst werden wir zukünftig weit mehr Meldungen über Naturkatastrophen zu hören bekommen.
Wer noch mehr zu den Statistiken lesen will, unter http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1244086/ steht weiteres.
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