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Kommen die Tante-Emma-Läden wieder?
| Wirtschaft |
Die älteren unter uns kennen sie vielleicht noch, die sog. „Tante-Emma“ Läden. Kleine Geschäfte, die irgendwie alles hatten (wenn auch nur zumeist eine Marke) und bei denen man gerne zu einem kleinen Schwätzchen mit den Besitzern blieb.
Leider wurden diese Geschäfte immer unrentabler, denn man kaufte nun bei den großen Supermärkten ein, die eine viel größere Auswahl haben und oftmals auch günstiger sind. Problematisch daran ist aber, dass man zumeist an die den Stadtrand oder das Gewerbegebiet fahren muss, um zu einem solchen Supermarkt zu kommen. ...
Das vielbeschworene Einkaufserlebnis kostet somit viel Zeit, Sprit und Nerven und das scheint immer mehr Menschen zu stören. Wäre es nicht viel angenehmer, wenn man um die Ecke in einen Tante-Emma Laden gehen könnte? … so ganz ohne Einkaufserlebnis, einfach nur kaufen und gleich wieder zuhause sein?
Das zumindest scheinen sich einige Discounter nun überlegt zu haben. So will z.B. Tegut bis Ende 2012 20 bis 25 neue Mini-Supermärkte eröffnen und auch Konkurrent Rewe plant einen Ausbau seiner sog. Nahkaufläden.
Dazu sagt Tegut-Chef Thomas Gutberlet, dass die „Lädchen für alles", wie die kleinen Geschäfte der Handelskette heißen, eine „zeitgemäße Neuschöpfung einer Verkaufsform" seien. Die ortsnahe Versorgung sei heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
„Die Menschen werden immer älter, die Mobilität lässt nach. Wir wollen ihnen weite Wege ersparen“, sagte Geschäftsführer Knut John.
Ausprobiert haben die beiden Konkurrenten das Konzept scheinbar schon und es kommt gut an.
Nach einer Emnid-Umfrage wünschen sich in Gemeinden mit bis zu 20 000 Einwohnern 56 Prozent einen kleinen Laden. In Dörfern mit weniger als 5000 Einwohnern sogar 60 Prozent.
Natürlich sind die kleinen Lädchen keine Konkurrenz zu den großen Supermärkten, aber eine Ergänzung können sie allemal sein und wer weiß, vielleicht säumen bald wieder viele Tante-Emma Läden die Kleinstädte und Dörfer.
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